Zukunft gewinnen. 1. Logistiktag an der Hochschule Rhein-Waal

Flash ist Pflicht!

Die Hochschule Rhein-Waal lud am 17. November zum 1. Logistiktag an ihrem Campus im Kreis Wesel ein. Zahlreiche Schüler und Studierende folgten der Einladung, um sich umfassend über Berufschancen, Trends und Entwicklungen in der Branche zu informieren. Fachkundige Hilfe kam dabei von zehn Logistikunternehmen aus der Region Niederrhein, die dem Nachwuchs Rede und Antwort standen.

Zunächst etwas schüchtern durchschritten die 140 Schüler den Eingang der Hochschule Rhein-Waal. Doch aus Zurückhaltung entwickelte sich schnell eine angenehme Neugier, denn die jungen Gäste fanden an jeder Ecke ein offenes Ohr – genauso war es gedacht, am 1. Logistiktag der Hochschule, an dem zahlreiche namhafte Unternehmen aus der Region Niederrhein und insbesondere aus dem Kreis Wesel auf potentielle Nachwuchskräfte stießen und sich geduldig allen Fragen annahmen. Immer in der Hoffnung, die Fach- und Führungskräfte der Logistikbranche von morgen von sich überzeugen zu können. Denn das Ziel der Veranstaltung war eindeutig: „Wir möchten zeigen, dass man sich nicht nur vor Ort zum Logistik-Experten ausbilden lassen, sondern im Anschluss daran auch hier beruflich Fuß fassen kann“, so Rainer Weiß von der EntwicklungsAgentur Wirtschaft im Kreis Wesel.

Zehn Unternehmen – darunter Duisport als größter Binnenhafen der Welt, die LGI West GmbH aus Hünxe, die dort Drucker von HP umschlagen, Amazon, die ein 110.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Rheinberg betreiben, sowie die Norgren GmbH, die von Alpen aus ihre pneumatischen Produkte europaweit verteilt – waren gekommen, um sich einen ganzen Tag lang zu präsentieren, Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den Schülern die gewachsene Logistikkompetenz der Region näherzubringen. Die vielseitigen Berufschancen in der Logistikwelt sind nämlich vielen Schulabgängern nicht wirklich bewusst. Zeit, das zu ändern und gerade deswegen rief das zdi-Zentrum (Zukunft durch Innovation) Kamp-Lintfort diesen Tag als Informations- und Kontaktplattform ins Leben. Gefördert von der Agentur für Arbeit und unterstützt durch die Unternehmerschaft Niederrhein sowie der Stiftung Standort- und Zukunftssicherung des Kreises Wesel, haben das Gymnasium Kamp-Lintfort, die UNESCO-Gesamtschule Kamp-Lintfort, das Julius-Stursberg-Gymnasium Neukirchen-Vluyn und die Gesamtschule Mittelkreis Goch die Einladung zu der Veranstaltung dankend angenommen.

Logistik ist Hightech-Dienstleistung
Das breite Spektrum logistikspezifischer Berufe stellte zunächst Ocke Hamann, Verkehrs- und Logistikexperte der IHK Duisburg, in einem Impulsvortrag heraus, der die Situation und Zukunft der Logistik am Niederrhein beschrieb. Hamann: „In der Logistik passiert äußerst viel, sie entwickelt sich – gerade auch hier in der Region – rasant und ist deshalb für junge Menschen ein spannendes Thema.“ zdi-Projektkoordinator, Dr. Martin Kreymann, ergänzt: „Es geht längst nicht mehr darum, einfach ein Gut von A nach B zu transportieren, sondern wir sprechen heute von einer Hightech-Dienstleistung. Ein starkes Thema in vielerlei Hinsicht.“

Um dieses dem jungen Publikum bestmöglich zu vermitteln, fanden parallel zur Unternehmens-Ausstellung mehrere Workshops statt, in denen in Interaktion mit den Schülern innovative Logistikkonzepte dargestellt wurden. Für die Abiturienten vollkommenes Neuland: Viele haben den Begriff „Logistik“ nach diesem Tag erstmals genau definieren können – und endlich verstanden, was sich alles dahinter verbirgt. Welche Prozesse beispielsweise dafür sorgen, dass ich heute online bei Amazon ein Buch bestelle und es 24 Stunden später in den Händen halte. Auch der 18-jährige Malte Fischer-Waldermann sieht die Logistik nun mit anderen Augen: „Ich habe das Amazon-Lager wachsen sehen, aber hätte nie gedacht, was sich dahinter verbirgt. Man vermutet so große Arbeitgeber nicht in so einer ländlichen Region. Aber umso besser, jetzt zu wissen, dass es sie gibt.“

Und mit der Hochschule Rhein-Waal auch gleich die passende Ausbildungsstätte. Obwohl sie erst im Mai 2009 eröffnet wurde, lernen dort mittlerweile 1500 Studierende mit 58 Nationalitäten alles, was sie für einen qualifizierten Berufseinstieg brauchen. Dekanin der Fakultät Kommunikation und Umwelt, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk: „Wir bieten im Bereich Logistik über 70 Prozent der Studiengänge in englischer Sprache an, weil die Logistik ein zunehmend internationales Feld ist. Man ist praktisch mit der Welt verbunden und darauf bereiten wir die Studierenden vor.“ Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule, sieht ihr Haus insgesamt gut aufgestellt: „Wir setzen hier auf Projekte, auf Studiengang übergreifendes Arbeiten und einen intensiven seminaristischen Unterricht, um ganz bewusst auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen. Und solange die uns signalisieren, dass es ihnen gefällt, sind wir auf dem richtigen Weg.“

Kontakt EAW EntwicklungsAgentur Wirtschaft im Kreis Wesel
Rainer Weiß Reeser Landstraße 41 - 46483 Wesel
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Mail: rainer.weiss@kreis-wesel.de